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1. Februar 2021 19:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

sehr herzlich lade ich Sie ein zum

 

  1. Treffen des Hayek-Clubs Frankfurt am Main
    Montag, 1. Februar 2021, 19:00 – 20:45 Uhr

Als WebEx-Videokonferenz

 

Prof. Dr. Gunther Schnabl

Universität Leipzig, Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik


„30 Jahre expansive Geldpolitik in Japan – Was sind die Lehren für Banken, Wirtschaft und Gesellschaft in Europa?“

 

Digitales Programm

19:00 Uhr – Begrüßung

19:10 Uhr – Technische Hinweise zu Wortmeldungen, Stummschaltung, Aufzeichnung etc.

19:15 Uhr – Vortrag Prof. Dr. Gunther Schnabl

20:00 Uhr – Diskussion

20:45 Uhr – Ende

 

Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben. Bitte teilen Sie im Internet bis Freitag, 28.01.2021, mit, ob Sie teilnehmen oder absagen: https://www.hayek-frankfurt.de/clubtreffen-01-02-2021/

 

Link zur Videokonferenz

https://avocadorechtsanwlte.my.webex.com/avocadorechtsanwlte.my/j.php?MTID=m1f5219bcfbd88c9ad7d7a84fb067b6f7

 

Die Videokonferenz erreichen Sie geräteübergreifend am zuverlässigsten über die Browser Firefox und Chrome. Es ist auch möglich, über die Cisco WebEx Meetings Applikation teilzunehmen. In dem Fall müssen Sie Kamera und Ton Ihres Endgerätes für die Nutzung mit WebEx freigeben. Etwaige doch auftretende technische Fragen klären wir in der Konferenz vor dem Vortrag. Während der Konferenz bitten wir darum, sich selbst stummzuschalten, sofern man nicht gerade aufgerufen ist, die Kamera jedoch angeschaltet zu lassen, damit unser Referent nicht auf leere Bildschirme einredet.

 

Referent

Herr Prof. Dr. Schnabl (54) hat seit 2006 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Leipzig inne und leitet dort das Institut für Wirtschaftspolitik. Im Ranking der internationalen wissenschaftlichen Datenbank IDEAS gehört er zu den Top-3-Prozent der Volkswirte in Deutschland. Im F.A.Z.-Ökonomenranking wird er unter den „einflussreichsten Ökonomen Deutschlands“ (Stand 2020) gelistet. Herr Prof. Schnabl studierte internationale Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Japan an der Universität Tübingen und der University of Washington, Seattle. Er promovierte und habilitierte in Tübingen mit den Schwerpunkten Leistungsbilanzungleichgewichte sowie europäische und ostasiatische Währungsintegration. In dieser Zeit forschte er sowohl an den Universitäten Tokio, Stanford und der Katholischen Universität Leuven als auch bei Zentralbanken. Vor seiner Berufung an die Universität Leipzig war er als Advisor bei der Europäischen Zentralbank tätig.

 

Herr Prof. Schnabl analysiert den Einfluss der Geldpolitik auf Finanz- und Gütermärkte auf der Grundlage der Arbeiten von Friedrich-August von Hayek. Er leitet die Forschungsplattform Nullzinspolitik und Wirtschaftliche Ordnung. Er macht zu expansive Geldpolitiken verantwortlich für Finanzmarktblasen und -krisen. Wenn Finanzkrisen durch noch mehr billiges Geld therapiert würden, lähme dies wirtschaftliche Anreize und führe damit zu sinkenden Produktivitätsgewinnen und Wachstum. Damit gehe die Grundlage für reale Lohnerhöhungen für breite Bevölkerungsschichten verloren. Zudem identifiziert Herr Prof. Schnabl die Niedrigzinspolitiken der großen Zentralbanken als Ursache für Umverteilungseffekte zugunsten reicher und älterer Bevölkerungsschichten, die eine wachsende politische Unzufriedenheit nach sich zögen.

 

Thema

In seinem neusten Buch „Japans Banken in der Krise: Folgen von 30 Jahren Niedrigzinspolitik“, das im Hebst 2020 im Verlag Springer Gabler erschienen ist, beschreibt Herr Prof. Schnabl die Folgen einer anhaltenden Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik auf den japanischen Bankensektor. Seit dem Platzen der japanischen Blasenökonomie im Dezember 1989 befindet sich Japan in einer langanhaltenden Rezession. Die geldpolitische Krisentherapie wurde durch Zinssenkungen auf null sowie groß angelegte Ankäufe von Vermögenswerten, insbesondere von Staatsanleihen durch die Zentralbank bestimmt. Herr Prof. Schnabl analysiert die Auswirkungen auf die japanischen Banken mit Fokus auf die kleinen und mittleren Regionalbanken. Nicht nur der Verfall der Vermögenspreise nach Platzen der Blasenökonomie, sondern auch die geldpolitische Krisentherapie selbst haben den Banken geschadet. Schrumpfende Zinsüberschüsse, der Rückgang der Kreditnachfrage sowie die geringe Verzinsung von Staatsanleihen haben die Gewinnmöglichkeiten der Banken erodiert. Das Buch zeigt, wie sich die japanischen Banken durch Kostensenkungen, Fusionen, veränderte Geschäftsmodelle und nachsichtige Kreditvergabe an die ultra-lockere Geldpolitik der Bank von Japan angepasst haben und sich auch weiter werden anpassen müssen. Die Parallelen zum Euroraum sind augenfällig. In seinem Vortrag wird unser Referent nicht nur mögliche Folgen für Banken, sondern für die Wirtschaft und die Gesellschaft in Europa insgesamt beleuchten.

 

Wenn Sie weitere freiheitlich gesinnte Bürger kennen, die möchten, dass wir ihnen Einladungen zu Treffen des Hayek-Clubs senden, dann übermitteln Sie bitte deren Kontaktdaten.

 

Wenn Sie keine Einladungen mehr erhalten möchten, geben Sie mir bitte einen Hinweis.

 

Mit besten Grüßen

Ihr

Hayek-Club Frankfurt am Main e.V.

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