Am 8. April ist der vor allem als Post- und Telekommunikationsminister im Kabinett Kohl (1982–1992) bekannte Dr. Schwarz-Schilling mit 95 Jahren in Büdingen verstorben. Er war zwar kein Mitglied der Hayek-Gesellschaft, stand aber — wie auch seine Frau, die Unternehmerin und Publizistin Marie-Luise Schwarz-Schilling — öfter Besucherin des Hayek-Clubs Berlin, der Hayek-Gesellschaft und ihren Idealen nahe. Wir verdanken seiner Beharrlichkeit und seinem Mut die spektakuläre Liberalisierung/Privatisierung im Post- und Telekommunikationswesen. Ferner machte er sich durch sein Engagement im Balkan, im Bürgerkrieg, und als Verfechter humanitärer Ideale einen Namen. Er wäre einer Hayek-Medaille (neben seinen vielen anderen Ehrungen) würdig gewesen. Es war ein heutzutage seltenes Beispiel für charaktervolles Einstehen für Ideale in der Politik, so brach er 1992 mit Kanzler Kohl und schied aus dessen Kabinett aus. Ein Vorbild für verantwortliches Handeln in der Politik. Zudem war er ein menschlich sehr angenehmer, hochgebildeter Gentleman.
Prof. Dr. Gerd Habermann, Ehrenvorsitzender der F. A. von Hayek-Gesellschaft
