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FORUM FREIHEIT 2026: Freiheit braucht offene Debatten und klare Grenzen staatlicher Macht

Wie steht es um die Freiheit in Deutschland – und welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Weichen müssen neu gestellt werden? Diese Fragen prägten das FORUM FREIHEIT 2026 der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft am 24. Oktober in Berlin.
In seinem Eröffnungsvortrag „Fragen zur Freiheit“ warnte der Vorsitzende Prof. Dr. Stefan Kooths vor einer schleichenden Aushöhlung liberaler Prinzipien. „Der liberale Staat muss die Bürger nicht vor falschen Informationen schützen“, betonte er mit Blick auf die Meinungsfreiheit. Auch politische Alternativen, Rechtsstaatlichkeit und eine grundlegende ordnungspolitische Erneuerung standen im Mittelpunkt. Auf den anschließenden Podien diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien über die parlamentarische Zukunft des Liberalismus, Medienrecht und öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz.
Der frühere Bundesverteidigungsminister Prof. Dr. Rupert Scholz beleuchtete den Zustand unseres Rechtsstaats. Prof. Dr. Henrieke Stahl thematisierte die zunehmende Gefährdung der Wissenschaftsfreiheit. Ein Panel diskutierte die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Freiheit unserer Gesellschaft. Carlos A. Gebauer stellt die Arbeit des Javier-Milei-Institut stellte seine Arbeit vor, während ein Panel die Erfahrungen aus Argentinien und deren mögliche Bedeutung für Deutschland und Europa diskutierte.
Das FORUM FREIHEIT machte deutlich: Freiheit ist kein selbstverständlicher Besitzstand. Sie lebt vom Wettbewerb der Ideen, individueller Verantwortung und der Bereitschaft, staatliche Macht und bestehende Strukturen immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Liebe Freunde der Freiheit,
wir freuen uns sehr, Sie auch in diesem Jahr wieder zum Forum Freiheit einladen zu können. Es findet am 24. Oktober 2026 von 9.30 bis 18.00 Uhr im Schweizerhof Berlin, Budapester Str. 25, 10787 Berlin, statt – also am gewohnten Veranstaltungsort der vergangenen Jahre.
Das Programm können Sie hier herunterladen.
Zum einen wollen wir uns der Frage nach der parlamentarischen Zukunft des Liberalismus widmen. Kann es eine Perspektive für eine konsequent klassisch-liberale Partei geben? Kann sich die FDP programmatisch neu ausrichten und zu alter Stärke zurückfinden – und damit wieder eine parlamentarische Rolle spielen? Wird die AfD künftig diese Position abdecken müssen, und welche Schwierigkeiten ergeben sich aus der Heterogenität ihrer politischen Positionen? Braucht es eine völlig neue Partei oder gar eine neue politische Strategie, um einen liberalen Richtungswechsel zu bewirken? Katja Adler von der FDP, Dr. Frauke Petry von Team Freiheit und ein Vertreter der AfD (noch bekanntzugeben) werden mit Ralf Schuler darüber diskutieren.
Eng damit verbunden ist das Thema Deregulierung, das wir ebenfalls auf das Podium holen wollen. Angesichts eines ausufernden bürokratischen Staats besteht hier dringender Handlungsbedarf nach fundamentalen Reformen. Wir wollen der Frage nachgehen, welche konkreten Gestaltungsperspektiven es gibt und was wir – auch mit Blick auf die Erfahrungen von Javier Milei in Argentinien – lernen können, um die Verhältnisse in Deutschland grundlegend zu verändern. Hierzu braucht es einen Dialog mit Praxispartnern, die mit den Problemen direkt konfrontiert sind. Mit Astrid Hamker vom Wirtschaftsrat der CDU sprechen wir über die Rolle der politischen Institutionen für einen konkret auszugestaltenden Deregulierungsprozess. Jenny Joy Schumann beleuchtet die Seite der politischen Kommunikation. Geleitet wird das Panel von Nickolas Emrich.
In diesem Zusammenhang werden wir auch die Bedeutung des neu gegründeten Milei-Instituts thematisieren.
Eine weitere zentrale Frage betrifft die Bedeutung Künstlicher Intelligenz für unsere Zukunft. Ohne dieser Technologie unkritisch zu huldigen oder sie pauschal abzulehnen, wollen wir einen differenzierten Blick auf ihre Chancen und Risiken werfen. Ist liberaler Fortschrittsoptimismus angesichts der KI begründet? Oder könnte diese Technologie die Grundlagen der freien Gesellschaft gefährden? Braucht es eine individuelle oder gar eine institutionelle Ethik der KI? Darüber diskutieren die Experten und Hayek-Mitglieder Prof. Dr. Key Pousttchi, Prof. Götz Piwinger und Amir Benjamin Balde unter Leitung von Ralf M. Ruthardt.
Außerdem thematisiert Carlos A. Gebauer zusammen mit Alexander Teske und Peter Welchering das Thema Medienrecht. Wir wollen über die Rolle und den Einfluss der Landesmedienanstalten sprechen und Reformvorschläge erörtern.
Frau Prof. Dr. Henrieke Stahl aus Trier gibt einen Impulsvortrag über den Verfall der Wissenschaftsfreiheit und was man dagegen tun kann.
Zudem erwarten wir mit Spannung den Vortrag des Staatsrechtlers und Verteidigungsministers a. D. Prof. Dr. Rupert Scholz zum Zustand des Rechtsstaats.
Sie können sich online über unser Vereinsportal (https://www.vereinonline.org/hayekgesellschaft/) oder über unser Anmeldeformular (zu schicken an die Berliner Geschäftsstelle, Albrechtstraße 11, 10117 Berlin) bis zum 12. Oktober 2026 anmelden.
Abrufkontingente im Schweizerhof stehen bereit unter https://book.passkey.com/e/51235564.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihr
Prof. Dr. Stefan Kooths
Vorsitzender der Hayek-Gesellschaft
Forum Freiheit
Am 25. Oktober 2024 fand in Berlin das diesjährige Forum Freiheit unter dem Titel »Erhard, Milei & Co: Wege aus der Sackgasse« statt.
Mit seinem Einstiegsvortrag »Wider die neue Unmündigkeit« eröffnete Prof. Dr. Stefan Kooths als Vorsitzender der Hayek-Gesellschaft die Veranstaltung. Er skizzierte den Zustand der freiheitlichen Verfasstheit in unserem Land und machte einmal mehr klar, wie wichtig die Verteidigung von Freiheit ist. An die grundliberale Einstellung, dass alle Argumente auf den Tisch gehören und danach beurteilt werden sollten, was sie aussagen und nicht, wer sie vertritt, sei mehr denn je erinnert. Die Geschichte habe gelehrt: »Es ist noch kein Gemeinwesen an zuviel Meinungsfreiheit zugrunde gegangen, aber alle Staaten, die zugrunde gegangen sind, kannten keine Meinungsfreiheit.«
Mit großem Interesse verfolgte das Publikum die darauffolgenden vier Diskussionsrunden, zu denen wir wieder exzellente Podiumsgäste gewinnen konnten. Im ersten Panel diskutierte Prof. Dr. Stefan Kooths zum Thema: »Wege aus der deutschen Dauerkrise: Big Bang oder kleine Schritte?« mit dem Soziologen Prof. Dr. Erich Weede, Malte Fischer von der Wirtschaftswoche und dem Historiker, Soziologen, Unternehmer und Buchautor Dr. Dr. Rainer Zitelmann.
Podium II, moderiert von Carlos A. Gebauer, trug den Titel »Lehren aus der Pandemie. Aufarbeitung als Freiheitsschutz.« Dazu konnte, wie der Moderator anmerkte, die »Crème de la Crème« der Coronaaufarbeitung begrüßt werden: Drr. Renate Holzeisen Rechtsanwältin und Politikerin aus Bozen, Prof. Dr. Christian Schubert Mediziner und Virologe aus Innsbruck und Prof. Dr. Martin Haditsch, Mediziner und Psychologe aus Hannover.
Podium III, geleitet von Dr. habil. Ulrich Vosgerau (Rechtsanwalt und Publizist), war mit dem Rechtsanwalt und Publizisten Joachim Steinhöfel und Prof. Dr. Henrieke Stahl prominent zum Thema: »Wider die Sprachlosigkeit: Grundrechte, Demokratie und Meinungsfreiheit.« besetzt.
Das Abschlusspanel trug den Titel: »Freiheit verteidigen: Liberalismus und allgemeine Wehrpflicht.« Hier diskutierte Prof. Dr. Gerd Habermann mit dem Publizisten und Autor Robert Nef aus St. Gallen, mit dem Unternehmer Thorsten Harke (Harke Group) und dem Autor Sascha Tamm.
Nach jedem Panel hatte das Publikum die Möglichkeit zur Debatte, von dem wie gehabt sehr rege Gebrauch gemacht wurde. Mit einem Schlusswort von Prof. Dr. Stefan Kooths endete der offizielle Teil des Forums Freiheit, der anschließende Empfang bat die Gelegenheit für den weiterführenden Austausch und viele persönliche Gespräche.
Wir bedanken uns für die Unterstützung bei folgenden Institutionen: Liberales Institut Zürich, Hayek-Institut Wien, Institut für Unternehmerische Freiheit (IUF) Berlin, Atlas-Initiative für Recht und Freiheit e.V. Frankfurt und bei der Kontrafunk AG.
Im Mittelpunkt dieses jährlich stattfindenden Veranstaltungsformates stehen Gespräche in Panelform mit anschließenden Plenardebatten. Hochkarätige, wechselnde Referenten und Moderatoren aus Lehre, Wirtschaft und Politik sind unsere Podiumsgäste. Zahlreiche Institutionen aus dem In- und Ausland unterstützen das Forum Freiheit.
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